Zehnter Platz im Medaillenspiegel unter 210 Vereinen
Vom 17. bis 19. Juli fanden in Gera die Deutschen Meisterschaften der Masters auf der 50m-Bahn statt. Wie bereits bei den Bayerischen Meisterschaften reiste die SG Stadtwerke München mit einer vergleichsweise kleinen Mannschaft an – überzeugte jedoch erneut mit herausragenden Leistungen.
Gleich zu Beginn gelang ein erfolgreicher Auftakt: Die 4×50m-Lagen-Mixedstaffel der Altersklasse 200 mit André Wrasse, Michael Platz, Katja Otto und Petra Kröger sicherte sich überraschend trotz Start im langsameren Lauf die Bronzemedaille.

Noch erfolgreicher verlief später die 4×50m-Freistil-Mixedstaffel der Altersklasse 160. In der Besetzung André Wrasse, Dominik Poethen, Karin Bartel und Katja Otto schlug das Quartett mit rund zehn Sekunden Vorsprung als Sieger an und gewann souverän Gold.

Maßgeblichen Anteil am hervorragenden Gesamtergebnis hatte Katja Otto (AK45). Sie gewann gleich sechs Einzeltitel über 50m, 100m und 200m Freistil, 50m und 100m Schmetterling sowie als amtierende Masters-Weltmeisterin auch die 200m Lagen.

Für besonderes Aufsehen sorgte ihr Sieg über 50m Freistil. Mit einer Zeit von 27,44 Sekunden war sie sogar schneller als bei den Masters-Weltmeisterschaften in Singapur und stellte damit einen neuen deutschen Altersklassenrekord auf.
Auch ihr Ehemann André Wrasse (AK55) präsentierte sich in bestechender Form. Über 100m Freistil belegte er Rang vier. Auf der für ihn ebenfalls eher ungewohnten 50m-Rückenstrecke bewies er seine Sprintqualitäten und gewann Silber.
In seinen Spezialdisziplinen zeigte Wrasse anschließend seine ganze Klasse. Er wurde Dritter über 50m Schmetterling, Zweiter über 100m Schmetterling und nutzte die Möglichkeit, die 200m Freistil in Schmetterling zurückzulegen, um sich gezielt auf die bevorstehenden Europameisterschaften in Šamorín vorzubereiten. Eine weitere Silbermedaille folgte über 200m Lagen.

Ein weiterer deutscher Masters-Meister der Münchner Mannschaft war Dominik Poethen (AK45). Nach Rang vier über 50m Schmetterling ließ er über 50m Freistil gleich 13 Konkurrenten hinter sich und sicherte sich den Titel. Besonders bemerkenswert: Erst wenige Wochen zuvor hatte er sich einer umfangreichen Knieoperation unterzogen. Vielleicht zahlte sich hier die eigene Physiotherapiepraxis aus.
Karin Bartel (AK35) und Petra Kröger (AK60) durften sich jeweils über zwei Bronzemedaillen freuen.
Die sprintstarke Karin Bartel wurde sowohl über 50m Rücken als auch über 50m Freistil Dritte. Über die Freistilstrecke stellte sie in 29,69 Sekunden zudem eine neue persönliche Bestzeit auf und unterbot dabei sogar ihre bisherige Kurzbahnbestmarke.

Petra Kröger gehörte erwartungsgemäß auf den Bruststrecken zur Spitze. Sie gewann Bronze über 50m und 100m Brust. Über die längere Distanz verpasste sie den Vizemeistertitel denkbar knapp – lediglich drei Zehntelsekunden fehlten zu Silber.

Michael Platz (AK70) komplettierte das starke Mannschaftsergebnis. Er belegte Rang vier über 100m Brust und wurde Fünfter über 50m Brust.
Zusammen mit den Staffelresultaten durfte sich am Ende jeder Münchner Teilnehmer über mindestens eine Medaille freuen – ein eindrucksvoller Beleg für die außergewöhnliche Qualität dieser Mannschaft.
Obwohl lediglich sechs Aktive mit zum Teil nur wenigen Starts nach Gera gereist waren, belegte die SG Stadtwerke München am Ende einen hervorragenden 10. Platz im Medaillenspiegel unter insgesamt 210 teilnehmenden Vereinen.
Nun richtet sich der Blick nach vorn: Bis zu den Europameisterschaften der Masters in Šamorín ist es weniger als ein Monat. Nach den starken Auftritten in Gera dürfen die Münchner Athletinnen und Athleten mit viel Selbstvertrauen die nächste internationale Herausforderung angehen.

by Kathrin Gliesche



