SG Stadtwerke München gewinnt die deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Masters
Bestes Masters Schwimmteam Deutschlands! Zuletzt gelang das im Jahr 2009. „Danach haben wir es jedes Jahr wieder versucht“, so André Wrasse, der damals schon dabei war. „Ins Finale haben wir es immer geschafft und vor zwei Jahren waren wir sogar auf dem dritten Platz. Es muss aber wirklich alles stimmen, um sich gegen Vereine wie Berlin und Eschborn durchzusetzen.“
Seit etwa 20 Jahren macht er auch die Teamaufstellung. „Keine leichte Aufgabe. Es müssen mindestens vier Männer und vier Frauen aus mindestens fünf unterschiedlichen Altersklassen sein. Dieses Team muss 24 verschiedene Wettkampfdistanzen in allen Schwimmarten abdecken. Jeder darf höchstens 3 mal schwimmen. Je näher ein Teammitglied an den Deutschen Altersklassenrekord bei 1000 Punkten kommt, desto höher ist die Punktzahl, die in der Gesamtwertung für die Mannschaft dazuaddiert wird“, erklärt André Wrasse.
„Und dann gibt es natürlich noch die ganzen Zweifel, Diskussionen und Verbesserungsvorschläge, sobald die Aufstellung das erste Mal in der WhatsApp Gruppe erscheint…“ Die grauen Haare sind seit 2009 nicht weniger geworden.
Auch dieses Jahr musste er wieder improvisieren, als Luise Knöpfle, die 85jährige Anwärterin auf mehrere Europarekorde, wegen eines Muskelfaserrisses verletzungsbedingt absagen musste.
Damit rückte der Titel nach einer gelungenen WM im August nun doch wieder etwas in die Ferne – bis der dreifache Mastersweltmeister Matthias Weiss mit drei neuen deutschen Altersklassenrekorden, darunter auch ein Europarekord, begann dagegenzuhalten. Da er den bestehenden Altersklassenrekord über 200m Rücken um mehr als 10 Sekunden unterbot, holte er mit diesem Start sogar die Höchstpunktzahl von 1250 Punkten.
Katja Otto, die im August ebenfalls mit drei WM -Goldmedaillen aus Singapur zurückgekehrt war, schwamm einen neuen deutschen Altersklassenrekord über 100m Freistil und füllte damit das Punktekonto der SG Stadtwerke München weiter auf.
Über 1000 Punkte erzielte auch die fünffache Vizeweltmeisterin Anna-Lena Maiberger mit ihrem neuen deutschen Altersklassenrekord über 200m Freistil in der Alterklasse 30.
Veronika Ehrenbauer-Backhaus blieb über 100m Rücken ebenfalls unter dem deutschen Rekord des Vorjahres und konnte die Führungsposition untermauern.
Mit durchweg starken Leistungen trugen auch Robin Backhaus, Johann Lohmann, Gerlinde Maute, Kathrin Gliesche, Dominik Poethen und André Wrasse zu einem finalen Punktestand von 22.401 Punkten bei. Es blieb bis zur letzten Strecke spannend.
Dann lag die SG Stadtwerke München mit etwa 200 Punkten Vorsprung knapp vor dem Berliner TSC auf dem ersten Platz und durfte den Siegerpokal entgegennehmen.
Die beiden Vereine verbindet neben dem alljährlichen Konkurrenzkampf jedoch auch eine gute Freundschaft und so ging es wie schon im Vorjahr nach der Siegerehrung zu einem gemeinsamen Essen und weiter ins Nürnberger Nachtleben.





